Impericon Festival Wien 2013

Breakdown Of Sanity (c) Jörg Varga | Adept (c) Michael Maria Morgenbesser | Architects (c) Jörg Varga
Genau eine Woche ist es schonwieder her, dass das erste Impericon Festival in Wien stattfand, und natürlich war ich dabei! Die Vorfreude war groß und ich freute mich, dass es das Impericon Festival endlich auch hierzulande gibt.
Am frühen Nachmittag wurde auf der Impericon-Facebookseite verkündet, dass Betraying The Martyrs absagen mussten, was bedeutete, dass sieben Bands an diesem Abend auftreten würden.

Vom Opener Breakdown Of Sanity haben wir letztendlich nur mehr ungefähr die letzten beiden Songs gesehen, da wir aus unerfindlichen Gründen ewig lange im Stau steckten. Typically Vienna! Schade war es auf jeden Fall, von Breakdown Of Sanity nicht mehr gesehen zu haben, die Jungs machten einen coolen Eindruck und alles deutete auf eine gute Performance hin.

Nach ungefähr viertelstündiger Umbaupause ging's dann mit Adept weiter. Meine vorangegangenen Befürchtungen diesem Auftritt gegenüber haben sich leider bewahrheitet. Ihrr neuestes Album Silence The World fand bei mir nicht so viel Anklang wie die beiden Vorgänger, und natürlich bestand auch rund die Hälfte der Setlist aus neuen Songs dieses Albums. Der Auftritt selbst war zwar okay, allerdings hatte ich ihren letzten Auftritt um einiges besser in Erinnerung als diesen, viel energetischer und mitreißender und klarerweise begeisterte mich auch die Setlist weit mehr. Dennoch werde ich sie mir bei der nächsten Gelegenheit wieder ansehen, vielleicht gefallen sie mir Open Air einfach besser.

Nach Adept stand die erste Band aus deutschsprachigem Raum, die Österreicher The Sorrow, auf dem Programm. Der Auftritt war wie zu erwarten super und The Sorrow gehören definitiv zu den Bands, die mir am besten gefallen haben. Tolle Show, super Songauswahl, sehr sympathische Bandmitglieder, alles in allem ein geiler Auftritt! Hoffentlich bald wieder!

The Sorrow | August Burns Red (c) Jörg Varga
Gegen 20:00 Uhr ging es dann mit Architects weiter, welche ich erst vor ein paar Monaten sehen durfte. Am Impericon Festival gefielen sie mir sogar besser als beim letzten Mal im Oktober, und die große Bühne wurde vollstens genutzt. Toller Auftritt, gute Songauswahl, auch wenn etwas verwunderlich war, dass bis auf zwei Songs nur Sachen vom neuesten Album gespielt wurden (was aber dennoch nicht weiter gestört hat, top Album!). Sänger Sam Carter heizte die Menge an und zeigte auch absolute Souveränität und Gelassenheit, als er von einem offensichtlich stark alkoholisierten Besucher mehrmals mit vollen Bechern beworfen wurde.

Danach waren August Burns Red an der Reihe, die für uns eigentlich nicht wirklich eingeplant waren, aber da ich sie letztes Jahr auf einem Festival dann doch ausgelassen habe, wollte ich sie mir dann doch ansehen. Ehrlich gesagt haben sie mich aber nicht so vom Hocker gerissen, ihren Auftritt würde ich persönlich als mittelmäßig einstufen. Muss ich nicht unbedingt nochmal sehen, obwohl das offenbar einige Leute anders gesehen haben, mitgesungen wurde stellenweise nämlich lauthals.

Schon langsam ging das Festival zu Ende, denn nach August Burns Red betraten bereits Co-Headliner Callejón die Bühne. Alles, was ich bereits vorher über die Live-Qualitäten der Band gehört hatte, haben sich so ziemlich bestätigt: Sie machen definitiv Stimmung und eine gute Show, die Setlist konnte sich ebenfalls sehen lassen und Sänger Basti glänzte mit coolem Auftreten und ebenso coolen Sprüchen. Alles in allem also ein super Auftritt, gerne bald wieder!

Heaven Shall Burn (c) Christian Thiele | via
Und dann war es auch schon soweit, Heaven Shall Burn, Headliner des Abends und geliebte Lieblingsband meinerseits, betraten, vom Publikum wild umjubelt, die Bühne. Wer Heaven Shall Burn schon mal live gesehen hat weiß, dass es zur Beschreibung einer Show von ihnen nicht vieler Worte bedarf, außer sowas in der Richtung wie: Fett!, Bombastisch!, Geil! oder einfach Heaven Shall Burn halt!. Dies war nicht mein erstes Heaven Shall Burn-Konzert und wieder mal konnte ich mich von deren Live-Qualität überzeugen. Allerdings gab es diesmal doch etwas zu bemängeln: Ihre Wien-Show wurde, genauso wie für das Impericon Festival Leipzig und Zürich, groß als Release-Show für das neue Album Veto, das eine Woche zuvor erschienen war, angepriesen, was aber mit gerade mal zwei (!) von insgesamt 14 Songs alles andere als der Fall war. Zwar hatte ich bereits nach dem Impericon Festival Leipzig gehört, dass die Release-Show nicht das war, wofür sie angepriesen wurde, und hatte mich auch schon darauf eingestellt, dass es in Wien nicht anders sein würde, aber natürlich war es trotzdem enttäuschend. Auch war der Sound im Gegensatz zu den vorhergehenden Bands viel zu laut, was sich bei mir leider bis vor Kurzem noch ein wenig bemerkbar machte.

Crowd bei The Sorrow | Callejón (c) Michael Maria Morgenbesser
Zusammengefasst kann ich nur mehr sagen, dass es ein wirklich toller Abend war und nur nochmal betonen, dass ich mich sehr freue, dass es das Impericon Festival endlich auch in Österreich gibt. Wenn das Line-Up stimmt, bin ich nächstes Jahr definitiv wieder dabei.

Fotos via

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