Alter Bridge | 07.11.2013



Am Donnerstag war es wieder soweit, Alter Bridge aus Florida beehrten uns wieder mal im Gasometer in Wien. Zur Unterstützung brachten sie Halestorm aus Pennsylvania mit, die pünktlich um 20:00 Uhr schon mal begannen, das Publikum anzuheizen. Als ersten Song ließen sie gleich mal ihren Hit Love Bites (So Do I) ertönen, während sich die Halle immer weiter füllte. Anfangs wollte der Funken jedoch nicht wirklich auf die Menge überspringen, doch spätestens nach It's Not You und Freak Like Me konnten sie von sich überzeugen, was man allerdings nach wie vor weniger an Bewegung, sondern mehr an den Jubelrufen nach den jeweiligen Songs erkennen konnte. Nach Rock Show, einem Drum Solo von Schlagzeuger Arejay Hale und dem Judas Priest-Cover Dissident Aggressor gab es dann den ersten Gänsehaut-Moment mit Familiar Taste Of Poison, bei dem Sängerin Lzzy Hale mal wieder unter Beweis stellen konnte, wie facettenreich ihre Stimme ist. Nach drei weiteren Songs, bei denen sie ebenfalls wie gewohnt mit einer sagenhaften Stimmgewalt glänzte, war der Auftritt nach 45 Minuten auch schon wieder vorbei. Halestorm erwiesen sich als würdige Vorband, die Song-Auswahl war sehr gut, Lzzy Hale setzte ihre tolle Stimme gezielt ein, die Band hatte merklich Spaß und auch dem etwas verhaltenen Publikum gefiel der Auftritt.

Eine halbe Stunde musste das Publikum nun ausharren, bis die Headliner des Abends mit ihrer Show beginnen würden. Um 21:15 Uhr war es dann soweit, Alter Bridge betraten die Bühne und wurden sofort mit einem regelrechten Sturm aus Applaus und Jubelrufen begrüßt. Gestartet wurde mit dem Kracher Addicted To Pain vom neuen Album Fortress, und schon nach zwei Minuten konnte man die Begeisterung der Fans nicht nur hören, sondern auch spüren, was bei Halestorm während des gesamten Auftritts nicht zu bemerken war: Innerhalb von gerade mal zwei Minuten wurde es schon fast unerträglich heiß in der Konzerthalle, was sich natürlich darauf zurückführen lässt, dass Band und Publikum ab der ersten Sekunde mit Leidenschaft dabei waren. Gespielt wurden Hits wie Before Tomorrow Comes, Ties That Bind, Broken Wings und Ghost Of Days Gone By, bei denen Sänger Miles Kennedy zwischendurch das Publikum den Refrain-Part übernehmen ließ, der mit Freuden lauthals gesungen wurde - Gänsehaut pur. Natürlich waren auch einige Songs vom neuen Album mit dabei, wie zum Beispiel Bleed It Dry oder Cry Of Achilles. Die Setlist war bei 18 gespielten Songs also gut gemischt. Zwischendurch wechselte man auch ein paar Worte mit der Menge, bedankt wurde sich auch sehr häufig. Gegen Ende gab es dann noch ein schönes Duett mit Halestorm-Sängerin Lzzy Hale, die zusammen mit Miles Kennedy Watch Over You zum Besten gab. Als Zugabe folgte noch Slip To The Void und bei Rise Today konnte man zum letzten Mal Miles' Stimme bewundern und die hübsche und farbenfrohe Pyroshow genießen.

Leider wurde Miles Kennedy's wunderbare Stimme nicht genug zur Geltung gebracht, wie für das Gasometer leider üblich hörte man vorwiegend Bass und Drums, da haben die Tontechniker ihren Job leider ein Mal mehr nicht gut gemacht (interessant: bei Halestorm war davon nichts zu merken). Aus technischer Sicht wird das Gasometer wohl leider nie meine Lieblings-Location werden. Insgesamt war es aber ein sehr schönes Konzert, sowohl Vorband als auch Hauptact lieferten eine gute Show ab, die auch beim Publikum sehr gut ankam. Ich habe mich gefreut, Alter Bridge nach fast zweieinhalb Jahren endlich wieder mal live zu erleben, und hoffe, dass das nächste Konzert von ihnen nicht allzu lange auf sich warten lassen wird - aber dann wieder in einer (hoffentlich) anderen Location.

Kommentare:

  1. Hallo,
    da ich selbst seit Jahren AB Anhänger bin und am 07. auch wieder mal im Gasometer war, muss ich mal dein Review kommentieren. Erstmal danke dass du dir solche Mühen machst.
    Ich finde nicht dass der Klang so schlecht war, ja es war etwas Tiefenlastig, aber es kommt auch immer darauf an wo man steht. In der Nähe der Tontechniker ist der Klang meist am besten (und die Sicht im Übrigen auch). Ich habe selten in kleinen venues bei lauter Musik einen Top Klang erlebt. Das geht wahrscheinlich nicht besser. Ich fand sogar dass Halestorm noch Basslastiger rüberkam als AB. Aber, dass die Supportband schlechter und vor Allem leiser abgestimmt ist, ist ja auch eigentlich überall so.
    Ich fand, es war ein saugeiles Konzert, und da ich Halestorm vorher nicht kannte, bin ich jetzt um eine geile Band bereichert worden (Das war auch schon bei Black stone cherry so :).

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    1. Hallo Gregor,
      erstmal danke für deinen Kommentar und deine Meinung!
      Ich hoffe, mein Kommentar zum Ton war jetzt nicht zu negativ, nur habe ich im Gasometer leider auch schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht (im April beim Impericon Festival war der Headliner dermaßen laut eingestellt, dass sich das bis heute leider noch bemerkbar macht), deswegen sehe ich dem Ganzen seitdem auch etwas kritischer entgegen.

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    2. Hallo, ja das ist immer so eine Sache, ich bin da vielleicht nicht so empfindlich weil ich als Schlagzeuger eh ein geschädigtes Gehör habe :) Aber mir gings in Linz in der Tipps Arena bei Nickelback auch mal so, musste da zum ersten und einzigen mal Stöpsel ins Ohr stecken, shame on me! ;)

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    3. Du Glücklicher, dass du das nur ein Mal machen musstest, ich hab mich letztens erst wieder gefragt, ob ich auch je wieder ohne Ohropax auf ein Konzert gehen kann ^^

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