Avenged Sevenfold | 22.11.2013


Letzten Freitag war es endlich soweit, die neuen Anwärter der Metal-Krone, Avenged Sevenfold aus Kalifornien, kamen endlich wieder nach Österreich und luden zur Metal-Pyroparty ein, und lockten damit tausende Fans an, die freudig diesem Ruf nachkamen. Mit dabei hatten sie Five Finger Death Punch und Avatar, die für Device einsprangen. Den Opener Avatar habe ich leider verpasst, da sie nicht wie geplant gegen 19:30 Uhr, sondern angeblich bereits kurz nach Einlass, also bereits gegen 19:00 Uhr spielten.

Um 20:00 Uhr waren dann Five Finger Death Punch dran, die uns bereits am diesjährigen Nova Rock die Ehre erwiesen. Unter tosendem Applaus wurden sie auch in der Wiener Stadthalle empfangen und legten sogleich mit einem ihrer Hits, Under And Over It los, was das Publikum auch sofort dazu animierte, zu hüpfen, lauthals mitzugrölen und vereinzelt auch zu moshen. Die Stimmung war also super und wurde nach Hits wie Hard To See, Bad Company und Coming Down nur noch besser. Die Band lieferte eine gute Show ab, und Sänger Ivan Moody zog den Auftritt trotz gebrochenem Bein professionell durch. Insgesamt wieder ein energiegeladener Auftritt der Kalifornier, ich hoffe, dass ich auch bei ihrer Headliner-Tour im Frühjahr dabei sein kann.

Die Spannung in der Halle stieg und um 21:30 Uhr war es dann endlich soweit, der langersehnte Headliner, Avenged Sevenfold, war an der Reihe und betrat nach Jahren wieder eine österreichische Bühne. Die Stadthalle bebte unter den losbrechenden Jubelrufen der Fans. Die Pyroshow der Extraklasse startete mit dem ersten Song des neuen Albums Hail To The King, Sheperd Of Fire, und mit Sänger M. Shadows' Stimme ertönte auch ein Chor von Seiten des Publikums, das den Text lauthals mitsang. Hinter der Band war ein riesiger geflügelter Totenkopf, auch als Deathbat bekannt, aufgebaut, der mit der Pyroshow in allen Farben leuchten und auch Feuer versprühen konnte.
Die Stimmung war bombastisch, bis in die letzte Reihe wurde gemosht, getanzt und lauthals mitgesungen. Die Band selbst lieferte ebenfalls, unterstützt von einer sehr schönen und farbenfrohen Pyroshow, eine gute Show ab und auch M. Shadows schlug sich trotz seiner stimmlichen Probleme gut.
Hauptsächlich gaben Avenged Sevenfold neue Songs wie Hail To The King, Nightmare oder Welcome To The Family zum besten, einzig und allein die Klassiker Bat Country und Afterlife verirrten sich noch auf die Setlist, was ich persönlich sehr schade fand. Songs wie Lost, Almost Easy oder Gunslinger hätte ich gerne auch noch erlebt.
Für Gänsehautmomente und ein wenig traurige Stimmung sorgte der Song Fiction, der letzte Song, der gemeinsam mit dem 2009 verstorbenem Drummer The Rev geschrieben wurde, wie Sänger M. Shadows vor dem Song erzählte. Nach vier weiteren Songs und einem Drum Solo mit anschließender Jam Session der Band ging das Konzert, das wegen M. Shadows' Stimmproblemen verkürzt werden musste, auch schon zu Ende und gegen 23:00 Uhr verließen Avenged Sevenfold nach einer Zugabe auch schonwieder die Bühne. Und dann war es auch schonwieder vorbei, ein Konzert, das ich so lange herbeigesehnt und in vollen Zügen genossen habe.

Es kann jedoch auf ein baldiges Wiedersehen in Österreich gehofft werden, denn Sänger M. Shadows kündigte bei der Verabschiedung an, dass sie nächsten Sommer wiederkommen würden, über einen Auftritt beim 10-jährigen Jubiläum des Nova Rock Festivals darf also spekuliert werden. In diesem Sinne: auf bald und Hail to the Kings!

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