Kaltenbach Open Air 2014


Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit, das legendäre Kaltenbach Open Air in Spital am Semmering, Steiermark, öffnete erneut seine Pforten und lieferte Bands aus den härtesten Winkeln des Genres. Am selben Ort mit neuem Konzept wurde, inmitten des Waldes, aufstrebenden, österreichischen Bands sowie internationalen Top-Acts eine Bühne geboten.
Bereits am Donnerstag brachten die ersten Bands die Saiten zum Glühen. Um 17:10 Uhr starteten An Act Of Treachery aus Wien das Festival, zu deren Klängen ich antraf. Der Mix aus Thrash- und Death-Metal hallte über den Campingplatz und versprach bereits einen gelungenen Auftakt.
Erstes Highlight an diesem Tag waren dann die Death Metaller Nervecell, die extra aus Dubai anreisten und zu Songs wie Shunq oder Demean einen coolen Auftritt hinlegten und zur Strapazierung der Nackenmuskeln anregten.

Am ersten Festivaltag waren Days Of Loss die erste Anlaufstelle, die bereits einige Besucher vor die Bühne locken konnten, unter denen sich auch einige Fans befanden. Cooler Auftritt, mit dem sie es auch schafften, neue Leute für sich zu begeistern.
Weiter ging es dann mit Vinegar Hill aus Leoben in der Steiermark. Größtenteils blieb das Publikum eher etwas verhalten, doch zu den letzten beiden Songs wurde nochmal richtig aufgedreht und zum Headbangen und sogar vereinzeltem Moshen animiert.
Auch Insision aus Schweden wussten ab 19:00 Uhr die Meute zu überzeugen und ließen ihre harten Death Metal-Kläng, gepaart mit der kräftigen Stimme von Frontmann Carl, über das Gelände rollen. Gerne nochmal!
Direkt im Anschluss gab es dann ein Wiedersehen mit Keep Of Kalessin aus Norwegen, die erst im letzten November im Rahmen ihrer Tour mit Soilwork zuletzt in Österreich zu Gast waren. Damals schrieb ich, dass der Funken leider nicht wirklich auf das Publikum überspringen wollte und ich sie mir bei Gelegenheit auf jeden Fall nochmal ansehen würde. Am Kaltenbach Open Air hatte ich nun die Möglichkeit dazu, und diesmal gefiel mir ihr Auftritt auch viel besser! Sehr stimmiger Auftritt, die Band wusste zu begeistern, weshalb auch die allgemeine Stimmung im Publikum besser war.


Weiter ging es mit den Death Metallern Grave, die bereits sehnsüchtig erwartet wurden, und deren Auftritt auch nicht enttäuschte und die Nackenmuskeln weiterhin zu strapazieren wusste.
Düster wurde es im Anschluss mit Belphegor, die ich erst drei Wochen zuvor live erleben durfte, mir aber (wohl aufgrund des mäßigen Sounds und der frühen Uhrzeit) nicht so gut gefielen und meine Erwartungen leider nicht erfüllten. Anders jedoch am Kaltenbach Open Air: Diesmal passte alles zusammen. Mit einem sehr stimmigen und guten Auftritt spielte die Band in die fortschreitende Nacht hinein, während der Regen erneut einsetzte.
Wer dem Wetter tapfer standhielt und seinen Durst nach Livemusik nicht stillen konnte oder wollte, war mit der letzten Band des Tages, Darkfall aus Graz, bestens bedient. Die Band überzeugte mit ihrem Mix aus Death- und Thrash Metal und dröhnte mitsamt Thomas Spiwaks kräftiger Stimme bis über das Gelände hinaus. Gelungener Abschluss!

Erste Anlaufstelle am zweiten Festivaltag waren Fallen Utopia um 14:30 Uhr, die jedoch nicht allzuviele Leute vor die Bühne locken konnten und die auch eher verhalten reagierten.
Deutlich mehr los war dann schon bei Norikum aus Graz, die zudem das Publikum zu allerhand Bewegung animieren konnten. Von Headbangen, Moshen bis zu einer Wall Of Death war alles dabei.
Weiter im Programm mit Noctiferia aus Slowenien, die bereits mit In Flames tourten und den Slot von 17:00 Uhr bis 17:40 Uhr belegten. Trotz solidem Auftritt gelang es der Band leider nicht recht, für Stimmung zu sorgen und dem nur Publikum, das sich zwar während des Auftritts vermehrte, einzuheizen. Sehr schade, auf ein Wiedersehen wird meinerseits auf jeden Fall gehofft.
Das grande finale des Festivals boten dann ab 23:00 Uhr echte Urgesteine des Genres. Sodom erwiesen uns die Ehre und sorgten mit feinstem Thrash Metal und Songs wie City of God oder Outbreak of Evil für einen fulminanten Festivalabschluss. 

Fazit: Das Kaltenbach Open Air bietet ein gemütliches Festival mit einer ganz besonderen Atmosphäre und bietet internationalen Schmankerln der Szene sowie heimischen Größen und Newcomern gleichermaßen eine Bühne. Die fairen Preise tun ihr Übriges und auch die eher familiäre Größe des Festivals bot eine willkommene Abwechslung. Bei entsprechendem Line-Up gerne auch im nächsten Jahr wieder.

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