picture on 2014

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Am vergangenen Wochenende wurde es wieder laut im sonst so verschlafenen 350-Seelen-Örtchen Bildein im Südburgenland, denn es wurde wieder Zeit für das mittlerweile zur Tradition gewordene picture on Festival.

Nachdem es trotz genialem Line-Up für mich letztes Jahr leider nicht klappen wollte, konnte ich mich nun in diesem Jahr zu diesem ganz besonderen Festival einfinden und erfuhr auch, was dieses Festival so besonders macht.
Bereits am Donnerstag, dem Anreisetag, wurde Livemusik geboten. Der Redbull Brandwagen machte Halt am Bildeiner Sportplatz, dem improvisierten Campingplatz, und bot zwei österreichischen und einer ungarischen Band eine Bühne. Highlight waren die Headliner The Overalls aus Eisenstadt, die das in Scharen gekommene Publikum zum Tanzen und Weiterfeiern animierten, und danach sogar das ein oder andere T-Shirt inkl. CD mit einem Autogramm versehen durften.

Nach einem entspannten und abkühlenden Nachmittag an der Pinka wurde es am frühen Abend Zeit, das Festivalgelände aufzusuchen, ein wenig zu erkunden und dann den rockigen Klängen von Skid Row aus New Jersey zu lauschen. Die Band wurde konnte bereits auf einen dicht besiedelten Publikumsbereich blicken und zu Songs wie Thick Is The Skin oder We Are The Damned wurde ordentlich Richtung Abenddämmerung gerockt.
Tanzbar wurde es dann auch mit der anschließenden deutschen Ska-Band The Busters, von der ich allerdings nur die ersten paar Songs mitbekam, da sich mein Magen dann über eine köstliche Speise des äußerst breit gefächerten kulinarischen Angebots freuen durfte.
Als Headliner des ersten Festivaltages fungierten die schottischen Altrocker von Nazareth, die im Rahmen ihrer Rock'n'Roll Telephone-Tour auch in Bildein Halt machten und sowohl Jung als auch Alt zu begeistern wussten.
Danach leerte sich der Bühnenbereich wieder etwas, denn der Late Night-Act war dann doch nicht etwas für jedermann. Die deutschen Punkrocker der Terrorgruppe feierten ihr Debüt auf österreichischem Boden nach fast 10-jähriger Bandpause. Die nächste Stunde war gefüllt mit verrückten Aktionen, frechen Ansagen und einem einzigen Pogo, der zu Songs wie Kathedralen oder Mein Skateboard ist wichtiger als Deutschland nicht stillstehen wollte. Den Fans gefiel es sichtlich.

Skid Row | via
An Tag zwei des Festivals, nach einer köstlichen und (vor allem für Festivalverhältnisse) äußerst preiswerten Mahlzeit, schaute man noch Triggerfinger beim Bespielen ihrer Instrumente zu, die erstaunlich rockig klangen und zu begeistern wussten. Von One-Hit-Wonder á la I Follow You-Schmusesong also keine Spur!
Etwas extravaganter wurde es im Anschluss mit der Band Bonaparte, deren Stil oft als "Visual Trash Punk" bezeichnet wird. Das visuelle Hauptaugenmerk war deutlich präsent, eine bunte Lichtshow wurde geboten, und zu der Aufmachung auf der Bühne gehörte von Zeit zu Zeit auch ein Duo von Tänzerinnen, die schräge Tanzeinlagen zu Songs wie Anti Anti, Computer In Love oder Wir sind keine Menschen lieferten. Verrückt, aber doch irgendwie cool. Die Fans waren jedenfalls restlos begeistert und Enttäuschung folgte zugleich, als Sänger Tobias Jundt verkündete, dass das Konzert aufgrund des herannahenden Unwetters gekürzt werden musste.
Zum Auftritt von Life Of Agony hatte sich der schlimmste Regenguss dann aber schon wieder verzogen, und es wurde gespannt auf Frontmann/-frau Keith/Mina Caputo und Kumpanen. Die Freude war Fans wie Band hier gleichermaßen anzumerken, und Sängerin Mina konnte sich nicht oft genug für die ihr entgegengebrachte Toleranz bedanken. Ein würdiger Festivalabschluss
Das war aber noch nicht alles, denn wer jetzt noch immer nicht ausgepowert war, konnte das dann spätestens beim Late Night-Act Alkbottle nachholen, bevor es wieder gen Heimat oder zumindest zurück zum Zelt ging.

Fazit: Das picture on ist wahrlich ein besonderes und äußerst gemütliches Festival. Vom improvisierten Campingplatz am Sportplatz, bis hin zur Abkühlungsmöglichkeit an der Pinka über die riesige Bandbreite an kulinarischen (und vor allem preiswerten!) Leckerbissen war ich nur begeistert. Viele ausverkaufte Auflagen des Festivals und Fans, die seit Jahren gerne zum Festival pilgern, können nicht täuschen. Bei entsprechendem Line-Up auch gerne im nächsten Jahr wieder.

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