Wurm Festival 2014


Am vergangenen Samstag war es nach fast zweimonatiger Pause endlich wieder Zeit für eine Prise Livemusik. Angesteuert wurde das oberösterreichische Wurmfestival in Neumarkt am Hausruck in Oberösterreich, welches zwei Mal jährlich stattfindet und in diesem Jahr sein nunmehr 10-jähriges Bestehen feiert. Angetreten wurde die Reise zum Festival mit der Band Fuel of Hate, die das Wurm-Festival ebenfalls bespielten. Dies war schon mal der erste positive Punkt des Festivals: Die Möglichkeit, um € 25,- (Festivalticket inkl. Bus) mit einer Band zum Festival und wieder zurück zu fahren. Die Band war sehr nett und sympathisch, und auch für das leibliche Wohl war mit gratis Bier und Radler gesorgt.

Kurz vor Festivalbeginn fand sich der Bus direkt vor dem Festivalgelände ein, wo wir von einem feuerspeienden Wurm-Maskottchen begrüßt wurden, und schon konnte es losgehen. Nach einem kurzen Halt vor der Metal Stage war es erstmal Zeit für eine ausgiebige Besichtigung des Festivalgeländes. Das Gelände selbst ist nämlich eine echte Besonderheit: In einer 100 Jahre alten Lederfabrik werden auf acht Floors die verschiedensten Musik-Stile geboten, weshalb für jeden Geschmack etwas geboten wird.

Nach dem Rundgang war es dann Zeit für die erste angesteuerte Band. Supervision aus Oberösterreich bespielten von 19:55 Uhr bis 20:35 Uhr die Mainstage. Zwar fällt ihr Mix aus Ska und Rock nicht in meine bevorzugte Musikrichtung, dennoch konnten sie mich von sich überzeugen, genauso wie das restliche Publikum, das vom Auftritt hellauf begeistert war. Frontmann Andinger wurde desweiteren nicht müde, zur Bewegung zu animieren, ein hüpfender, singender und tanzender Mob war die Folge. Ein Auftritt ganz nach dem Motto Ska – Spaß – Vollgas!

Um 21:30 Uhr war es dann Zeit für ein kleines Highlight auf der Metal Stage. Fuel of Hate waren dran und konnten bereits beim Betreten der Bühne auf eine beachtliche Anzahl an Besuchern blickten. Zurecht, wie sich herausstellen sollte. Frontmann Benni konnte aus gesundheitlichen Gründen an diesem Abend zwar nicht mitwirken, würdigen Ersatz fand die Band jedoch in Kollege Ego, der sonst für As God Created ins Mikro röhrt, und an diesem Abend mit äußerst guten Growls punkten konnte. Bereits beim ersten Song entstand ein erbarmungsloser Pit, und die ersten Headbanger konnten ebenfalls bereits gesichtet werden. Der melodische Death Metal gespickt mit Deathcore-Elementen kam gut an, ich selbst würde mich ebenfalls über ein Wiedersehen freuen!

Direkt danach dann ein Bühnen und Genre-Wechsel. Zehn Minuten nach Endes Fuel of Hate-Auftritts enterte die deutsche Band Bonaparte die Mainstage. Erst knapp zwei Monate zuvor hatte ich Gelegenheit dazu, sie mir am picture on Festival im Südburgenland anzusehen. Gewohnt extravagant ging es auch am Wurm Festival, hier gab es jedoch von allem ein wenig mehr, zwei Monate zuvor: Mehr Songs, mehr Tanzeinlagen, mehr Extravaganz, mehr Schweiß. Songs wie I Wanna Sue Someone, Do You Want To Party oder Dauerbrenner wie Anti Anti oder Too Much wussten zu begeistern und animierten großflächig zu regem Tanz.

Für meine letzte Band des Abends war es dann kurz nach 01:00 Uhr Zeit. Kontrust, mein Hauptgrund, überhaupt zum Wurm-Festival zu reisen, kündigten sich an und konnten ebenso eine gehörige Menge, bestehend aus Schaulustigen und aufgeregten Fans, vor die Mainstage locken. Bereits der erste Song war ein Aufruf, wie die Band gedachte, diesen Abend mit den erschienen Fans zu verbringen: Dance, der erste Song ihres neuen Albums Explositive, welches Anfang November erscheinen wird, ließ den Raum bereits erzittern und die Menge tanzen. Die nächste Stunde war vollgepackt mit einem bunten Mix aus sich bereits etablierten Songs wie On The Run oder Dancer In The Sun, sowie brandneuen Songs. Zum Besten gegeben wurden neben Dance noch etwa Why, Just Propaganda und Shut Up. Bei ausnahmslos jedem Song hatte man die Möglichkeit, das Tanzbein zu schwingen, zu moshen oder seine Mähne zu schütteln.

Fazit: Das Wurm Festival ist wahrlich ein besonderes Festival, der Bus-Transfer war top, von dem sich um einiges größere Festivals noch eine gehörige Scheibe abschneiden können, die Sound-Qualität ebenso und falls nicht, wurden Fehler und Störungen sofort behoben. Dank sehr geeigneter Lage direkt am Bahnhof ist das Festival auch mit dem Zug sehr gut zu erreichen. Leider gibt es dennoch auch hier Kritikpunkte:
Das Security-Personal am Einlass war äußerst unfreundlich und grob, soetwas habe ich nicht mal am letzten Tag eines mehrtägigen Festivals erlebt. Die Luftzufuhr ist leider bei einigen Floors noch sehr verbesserungswürdig, beispielsweise bei der Goa-Stage bekam ich keine Luft mehr, da reichte mir schon die kurze Überquerung des Raums. Und, wie sollte es auch anders sein, sind die Preise mein letzter Kritikpunkt. Verständlich, dass man auf solchen Veranstaltungen etwas mehr bezahlen muss, leider riefen einige Preise aber auch Kopfschütteln hervor. Wasser für knapp € 4,- zu verlangen erscheint mir alles andere als nachvollziehbar.
Nichtsdestotrotz war mein erster Besuch beim Wurm Festival recht erfolgreich, bei entsprechendem Line-Up bin ich gerne bald wieder dabei!

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