Long Distance Calling | 09.03.2018


Boundless heißt das mittlerweile vierte Album der deutsche Post Rock-Formation Long Distance Calling, die es zu diesem Anlass nach vier Jahren mal wieder für ein Konzert nach Wien verschlug. 

Dass an diesem Abend das "Ausverkauft"-Schild an der Tür des B72 prangern sollte, zeichnete sich bereits vor dem Konzerttag ab - nur wenige Abendkassa-Tickets waren zu ergattern, entsprechend voll war es schon frühzeitig. Um kurz nach 21.00 Uhr wurde das Publikum nicht länger auf die Folter gespannt und Long Distance Calling betraten die Bühne - Vorband gab es keine. Verzichtet wurde diesmal auch auf den Einsatz eines Sängers, stattdessen wird auf dieser Tour wieder gänzlich auf die Macht des Instrumentalen gesetzt. Kraftvoll war bereits der Einstieg mit Ascending aus dem Anlass zur Tour gegebenen neuen Album, weiter ging es mit dem Klassiker The Figrin D'an Boogie. Long Distance Calling setzten im Laufe des 15 Songs umfassenden Sets auf einen ausgewogenen Mix aus Altem und Neuem, Atmosphärisch-Verträumtem bis hin zu brachial Anmutendem und versetzten das Publikum damit zunehmend in Verzückung. Nicht nur Evergreens wie Black Paper Planes und Arecibo stellten letztlich eindrucksvoll unter Beweis, wieso das Quartett zu den Pionieren des Genres zählt. Mit Beyond The Void holten die Deutschen zum finalen Schlag aus und präsentierten eine Zugabe in Überlänge, die ihre Experimentierfreudigkeit ein letztes Mal verdeutlichte, ehe das Konzert nach über 90 Minuten ihr Ende fand.

Fazit: Wieso Long Distance Calling mittlerweile zu den wichtigsten Vertretern des Post Rock-Genres zählen, wurde auch beim Konzert in Wien erneut deutlich. Die gute Stimmung, der erstklassige Sound und die abwechslungsreiche Setlist taten ihr Übriges zu einem sehenswerten Konzert.

Foto via (c) Heiner Bach

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