Vienna Metal Meeting 2019 | Warm Up


Im Zuge eines Warm Ups zum am Folgetag stattfindenden Vienna Metal Meeting fanden sich am Freitag im ausverkauften Viper Room Swallow The Sun und Supports ein, die sich auf Tour quer durch Europa befanden und diese an diesem Wochenende abschließen sollten.

Kurz vor 20.00 Uhr erfolgte mit Aeonian Sorrow der etwas verspätete Startschuss in den Abend. Die Band um das Fronter-Duo Gogo Melone und Ville Rutane beeindruckte sofort mit deren kraftvollen cleanen bzw. gutturalen Vocals und dem Doom-Sound, der sich zwischen klassisch-schleppend und verträumt bewegte. Under The Light stellte mein persönliches Highlight dieses stimmigen Auftritts dar. Auch vom restlichen Publikum erhielt die Band regen Zuspruch, sodass der Andrang vor der Bühne sicher nicht nur Uhrzeit und Wochenende geschuldet war. Eine enorm einnehmene Performance und ein absolut gelungenes hiesiges Live-Debüt der finnisch-griechischen Kombo.

Etwas anders sah es da leider bei Oceans Of Slumber im Anschluss aus, die zwar technisch weiterhin ein gehobenes Niveau hielten, stimmungsmäßig aber einen Rückschritt zu verzeichnen hatten. Sängerin Cammie Gilbert lieferte eine tadellose stimmliche Performance, wirkte während des Konzerts aber oft abwesend, etwas unglücklich und nicht ganz bei der Sache. Stellenweise ging der Gesang sogar etwas unter, ebenso die gutturalen Vocals bei Gitarrist Alexander Lucian, die kaum zu hören waren. Über die ruhigeren Passagen hinweg hörte man im Hintergrund leider zunehmend einige Gespräche, die interessanter zu sein schienen als das Konzert von Oceans Of Slumber. Der interessiertere Teil des Publikums übte sich eher in Zurückhaltung und tat seine Begeisterung nach Songs á la No Color, No Light eher in Applaus kund.

Für die Headliner Swallow The Sun schnellte das Stimmungsbarometer dann aber wieder just in die Höhe. Unter frenetischem Applaus betraten die sechs Nordmänner die kleine Bühne und legten sofort mit When A Shadow Is Foreced Into The Light aus dem gleichnamigen und Anlass zur Tour gebenden Album los, bevor im Anschluss mit dem Evergreen Lost & Catatonic nachgelegt wurde. Obwohl das neue Album klarerweise etwas mehr im Fokus stand, lieferten Swallow The Sun einen gewohnt ausgewogenen Mix aus älterem und neuerem Liedgut, das die begeisterte Menge zum Headbangen und lautstarken Mitsingen der Lyrics animierte. Nach elf Songs wurde es schließlich Zeit zum Abschiednehmen, die einen ließen den melancholischen Abend anschließend im Viper Room ausklingen, die anderen sparten sich ihre Kräfte für den vor uns liegenden Festivaltag.

Fazit: Trotz kleinem Stimmungseinbruch in der Mitte des Line Ups boten alle Bands einen stimmungsvollen Abend und ließen die Vorfreude auf den eigentlichen Festivaltag steigen. Mehr dazu im nächsten Post.

Erste Fotos vom Abend gibt's übrigens auf Facebook und Instagram.

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